Wie 4 Ziffern das Leben verändern

Wie 4 Ziffern das Leben verändern

Ich stelle einmal wieder mehr fest wie abhängig ich doch von meinem Smartphone bin. Vor allen was mir mit einmal fehlt, wenn die mobile Komponente nicht zugänglich ist.

Da ich mich heute in einem Bereich befunden habe wo mobile Geräte ungern gesehen werden (Sprengplatz), hab ich das Handy einfach mal ausgeschaltet. Soweit so gut…

Zur Mittagspause das Handy wieder rausholen und anschalten damit ich mal fix schauen kann was ich denn so alles verpasst habe. Dachte ich mir. Der Code zum Freischalten das Handys war ja noch einfach, den gibt man ja recht oft ein. Jetzt nur noch fix den SIM PIN, und das Leben ist wieder online. Dachte ich mir.

Nach der ersten falschen Eingabe war immer noch alles ok, dann war es halt der andere PIN. Nachdem aber auch da die Meldung kam, das auch dieser nicht der richtige PIN ist, bin ich etwas ins schwitzen gekommen. Jetzt noch mal scharf nachdenken, dass ist der letzte Versuch.

Und natürlich, wie sollte es auch anders sein, Zack SIM gesperrt, bitte PUK eingeben.

Mit einmal sitzt ich in der Niederlande rum ohne ein funktionierendes Smartphone. Erst jetzt realisierte ich wie viel einfacher das Leben mit Smartphones ist aber auch wie abhängig ich doch davon geworden bin. Mit einmal funktionieren die ganzen Internetdienste, die ich so den ganze Tag nutze, nicht mehr. Aber das könnte ich ja noch etwas verkraften. Denn das kennt man ja schon so, jeden Monat wenn die Drosselung wieder einsetzt. Aber das ich mit einmal alle Funktionen, die so mit meiner Handynummer verbunden sind, nicht mehr nutzen kann ist ein riesiger Einschnitt in die Lebensqualität.

Bei eine Entfernung von 800km zu Freundin und Tochter ist das ganze schon nicht so lustig. Genau in solchen Zeiten ist das Handy unverzichtbar für mich! Das einfache „Hey alles ok bei euch?“ oder auch „hier ist mal wieder alles für`n arsch“ kann man nicht mehr senden. Jetzt tut sich mir wieder die Frage auf wie wir das alles früher gelöst haben als wir alle noch ohne Handy unterwegs waren.

In der heutigen Zeit sind es einfach extreme die immer aufeinander kommen. Wir reizen gerade in der Techniker immer alles weiter aus. Aber auch die Benutzerfreundlichkeit wird dadurch immer mehr gesteigert ohne das wir wirklich noch merken was alles dahinter steckt oder davon abhängig ist.

Nun suche ich eigentlich schon den ganzen Abend nach einer digitalen Kopie meines PUKs, die ich anscheinend nicht erstellt habe. Der gedanke macht sich langsam breit das ich wohl bis zum Wochenende weiter ohne PUK und PIN auskommen muss. Der Vorteil an den Niederlanden ist, hier gibt es mehr freie und kostenlose WLAN-Netze als in Deutschland.

Wenn mir das in Deutschland passiert wäre, würde ich wahrscheinlich wieder anfangen Briefe zu schreiben.

  1. Nicht persönlich nehmen, aber wie hat es die Menschheit seit 100.000 Jahren geschafft ohne PIN und PUK zu überleben.
    Lerne los zu lassen, es geht auch ohne.

    1. Sehe ich an sich genau sowie du. Nur „früher“ waren die meisten auch nicht immer so viel unterwegs. Also man war meistens Abend wieder zuhause. Dann könnte ich mir das auch ohne Probleme vorstellen. Ich bin aber meist eine ganze Woche von der Familie getrennt und da möchte ich schon erreichbar sein und auch was von zuhause mitbekommen.

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