Digitaler Frühjahrsputz und etwas Entschleunigung

Ich habe einfach mal wieder meine Apps und Followings angeschaut und musste für mich etwas anpassen.

Vielleicht geht es dir ja genau wie mir. Ich möchte so wenig wie möglich verpassen aber auch nicht stundenlang meine Timeline´s durchsuchen. Das kommt bei Twitter schon öfters mal vor, wenn man den Tag über nicht online war. Auch gerade jetzt mit zwei Zwergen die gerade die große Welt für sich entdecken, habe ich diese Zeit einfach nicht.

Da der Tag nur 24h hat, daran kann auch ich nichts ändern, habe ich meine Workflows und Timeline’s angepasst.

Wo beginnt man beim digitalen Ausmisten?

Für mich steht hier an erster Stelle das Smartphone und da Social Media. Denn das ist immer dabei und hier kann ich das meiste der Zeit wieder rausholen.

Ich habe einige App’s gelöscht die ich nicht mehr genutzt habe. Ganz vorn war da die Facebook App bei mir. Was ich aber auch getan habe, da wo ich damit arbeiten kann, zurück auf die Standart iOS Apps gewechselt.

Manchmal sind es genau die Apps, die Zeit fressen, die eigentlich alles vereinfachen sollten.

Brauchst du wirklich einen ToDo Manager?

Ich habe schon ToDoIst, Wunderlist, Things und auch Evernote als ToDo App ausprobiert. Jede dieser App’s hat sicher ihre positive und negative Seite. Aber die eigentliche Frage ist, brauchst du wirklich eine solche ToDo Lösung?

Hier habe ich jetzt für mich entschieden nein und nutze jetzt wieder Erinnerungen.

Bildquelle: https://support.apple.com/de-de/HT205890

Die iOS App Erinnerungen ist sehr einfach und mit guten Optionen bestückt, die für mich absolut ausreichend sind. Und für mich gibt es auch keine schönere App auf der Apple Watch, direkt im iPhone / iPad und Mac lässt sich natürlich darüber streiten ;).

Ich nutze Erinnerungen jetzt seit gut 2 Wochen so und bin absolut zufrieden. Auf alle Geräte im sync und ohne schnick schnack.

Nutz mehr RSS!

Mit RSS kannst du alle neuen Beiträge von Blogs in eine App rein schmeißen und lesen. Die meisten lassen den kompletten Beitrag laden, wenige beschränken dies aber auch. Dann hast du dann nur einen kurzen Teaser, wenn dir der gefällt musst du auf die richtige Webseite wechseln.

Ich hatte es schon eine gefühlte Ewigkeit vor mir hergeschoben, alle Webseiten die mich interessieren in einen RSS-Reader zu packen. Nun habe ich das aber endlich getan. Das hat mich zwar etwas Zeit gekostet aber jetzt fühlt es sich besser an.

Warum alles per RSS beziehen?

Bei mir war die Antwort auf Beiträge, die ich nicht gleich lesen konnte oder wollte, meist Dienste wie Pocket oder jetzt Instapaper. Dabei waren das meisten doch immer die selben Webseiten. Die Links dazu habe ich größtenteils über Twitter eingesammelt. So konnte ich dann auch schnell weiter gehen in meiner Timeline.

Und das „Ohh das hört sich aber interessant an“ > ab und später lesen … hat inzwischen gut 500 Beiträge bei Instapaper verursacht die auf des lesen warten. Das meiste werde ich wohl nie mehr lesen. Da müsste ich schonmal richtig Langeweile und viel Zeit haben.

Mit Reeder habe ich jetzt eine App für mich entdeckt die ich schon nach kurzer Zeit nicht mehr missen wollte. Hier kann ich jetzt Feedly und Instapaper integrieren und m eine Beiträge lesen.

Der Dienst Instapaper lässt sich wunderbar in die Reeder App integrieren.
Reeder 3
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Entwickler: Silvio Rizzi
Preis: 5,49 €
Reeder 3
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Entwickler: Silvio Rizzi
Preis: 10,99 €

In Feedly habe ich jetzt alle Webseiten in 4 Kategorien einsortiert und damit eine Ordnung für mich geschaffen mit der ich gut arbeiten kann.

Auch Feedly macht sich richtig gut in der Reeder App. Für mich passen diese 4 Kategorien sehr gut.

Durch das einrichten und jetzt auch nutzen dieser App konnte ich meine Twitter-Followings stark eindämmen und meine Timeline wird nicht mehr mit zu viel „unnützen“ Info´s gefüllt.

Das gleiche habe ich in anderen Netzwerken getan. Somit lege ich jetzt mehr den Fokus da wo ich die Inhalte auch gleich konsumieren kann. Das bedeutet gleichzeitig weniger Doppelungen in den verschiedenen Netzwerken.

Es sollten aber nicht nur Apps gelöscht werden, auch Accounts sollten dran glauben.

Ich bin auch einer der „Oh ein neuer Dienst, gleich mal anmelden“ Typen. Dadurch vermehren sich die Accounts aber auch ins unendliche. Jetzt werde genau solche Dienste gelöscht. Denn wenn ich sie habe möchte ich sie auch irgendwie pflegen.

Ich kann es nur empfehlen einmal etwas auf die Bremse zu drücken und diesen ganzen digitalen Wahnsinn etwas einzudämmen. Das Internet ist großartig aber bietet auch unendlich an Möglichkeiten seine Zeit zu verschwenden. Deswegen bin ich immer noch in der Lernphase, wie ich am besten damit umgehen kann.

Veröffentlicht von

Christopher Kurth

Selbstständiger Web Consultant, Geek, voller Wissbegierde und Blogger. WordPress Enthusiast. Staatl. gepr. Physiktechniker.

5 Gedanken zu „Digitaler Frühjahrsputz und etwas Entschleunigung“

  1. Guter Ansatz und mir geht´s zum Teil genauso.

    Aber ob das Löschen von Apps alleine schon ausreicht, zweifle ich zumindest an. Ich denke es ist ein Mindset, das man ändern/anpassen muss. Muss ich in jeden ach so hippen Netzwerk unterwegs sein? Muss ich 100x am Tag alle Netzwerke checken? Etc. pp. Das muss jeder für sich individuell anpassen. Auch das Lesen dieses Artikels und das Schreiben dieses Kommentars gehört natürlich auf solch einen Prüfstand.

    Ich habe z.B für mich im Dezember entschieden, dass ich zwar bei Facebook bleibe und die App auch nicht lösche, aber ich bin inaktiv. Ich like nicht, ich kommentiere nicht und ich poste (fast) nicht, bis auf ganz wenige – quasi notwendige – Ausnahmen. Bei mir funktioniert das gut und ich vermisse nichts.

    Das ist aber eben eine MEINER Maßnahmen, die für MICH funktionieren und sicher nicht für jeden das Richtige sind.

    Aber in jedem Fall lohnt mal eine kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen digitalen Verhalten, denn am Ende kommt evtl. mehr Effizienz und wertvolle Lebenszeit dabei heraus…wer weiß.

    1. Wir haben des öfteren ähnliche Ansichten, das bemerke ich schon länger 😉

      Ich habe definitiv auch umgedacht und nutze das Internet wieder bewusster. Gleiches für Facebook, löschen nein da ich es leider auch noch für Kunden benötige, aber nichts mehr liken oder kommentieren da bin ich ganz bei dir.

    1. Dank dir für den Link!

      Genau das nutze ich auch schon als Erweiterung in Google Chrome und bei vielen Diensten würde das löschen fast unmöglich sein. Damit ist es wirklich ein Kinderspiel. Jetzt fehlt nur noch ein 100% Überblick aller angelegter Accounts 😛

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