WordPress Plugin Statify | Beitragsbild

WordPress Besuchertracking, datenschutzkonform mit Statify

Also ich letzte Woche meine Must-Have Plugins vorgestellt habe, habe ich glatt das Besuchertracking vergessen. Das begleiche ich heute mit der Vorstellung von Statify.

Viele die eine Website oder Blog mit WordPress betreiben, möchten gern wissen wie ihre Inhalte ankommt. Wie viele Besucher habe ich und welcher Inhalt ist der am meisten aufgerufene.

Mir geht es da genau so, ich bin ein kleiner Statistikfreak. Aber in letzter Zeit mache ich mir auch mehr Gedanken über Datenschutz. Wo werden die Daten die ich erhebe, um eine solche Statistik zu erhalten, gespeichert und was ist alles dabei?

Gerade jetzt wo demnächst DSGVO/GDPR in Kraft tritt solltest du dir über anfallende Nutzerdaten sehr genau Gedanken machen wie du damit umgehen möchtest.

Bekannte Analytics Tools und ihre Schwächen

Ich möchte nur kurz zwei bekannte Tools auflisten und kurz beschrieben. Es gibt definitiv noch jeden Menge mehr Statistik Tools, auch aus Deutschland, die man nutzen könnte.

In diesem Beitrag soll es aber im Schwerpunkt um Statify gehen und warum es das bessere Tool für die meisten Websiten und Blogs ist.

Google Analytics

Das wohl bekannteste und auch meist genutzte Tool ist da wohl Google Analytics. Hierbei liegen die Daten dann aber direkt auf den Google eigenen Servern und auch nicht nur in Deutschland. Somit ist es schwierig deutschen Datenschutz durchzusetzen. Durch den Zusatz ‚anonym‘ im Tracking Script wird die IP Adresse des Besuchers anonymisiert aber die erhoben Daten sind trotzdem nicht mehr mein eigenen.

Wenn du Google Analytics nutzt sollte du auch einen Vertrag mit Google abschließen, so bist du dann auf der sicheren Seite. Einen Vordruck dafür findest du hier.

Piwik jetzt Matomo

Matomo ist eine gute Alternative zu Google Analytics, wenn es dir wichtig ist die Daten, die du erhebst, auch weiterhin unter eigener Kontrolle zu haben. Die Auswertbarkeit der Daten ist dabei schon sehr nah an den Möglichkeiten von Google Analytics.

Der Unterschied von „normalen Trackingtools“ zu Statify

Die großen Analytik-Tools bieten dir unendlich viele Möglichkeiten zur Auswertung der gespeicherten Besucherdaten. Dies ist aber nur deswegen möglich, weil sie genaue Profile über den jeweiligen Besucher deiner Website anfertigen. Hier fallen also recht viele Daten die für lange Zeit gespeichert werden an. Ob die jemals gelöscht werden, selbst wenn du selber auf den löschen Knopf drückst, ist schwierig nachzuweisen.

Ich habe auch längere Zeit Piwik und Google Analytics, ab und zu auch parallel, hier im Blog genutzt. Rückblickend muss ich aber sagen, dass einzige wonach ich geschaut habe waren die Besucherzahlen allgemein und vielleicht noch welcher Beitrag aktuell gern aufgerufen wird. Das wars … mehr nicht.

Genau das zeigt mir das ich kein Analytik Tool benötige. Ich habe keine Kampagne die ich irgendwie auswerten muss und genau so wenig interessiert es mich welchen Beitrag sich Besucher X noch angeschaut hat. Mir geht es hier nur um die rohen Fakten.

Wenn es dir eigentlich genau so geht, dann ist Statify genau das richtige WordPress Plugin für dich!

Warum ist Statify jetzt datenschutzkonform?

Es findet keine Speicherung von IP-Adressen statt
Da weder für die Verarbeitung noch Ansicht die IP-Adresse genutzt wird besteht auch keine Notwendigkeit zur Anonymisierung.
Keine Cookies oder Besucherprofile
Du brauchst also nichts zur Datenschutzerklärung hinzufügen, noch brauchst du eine Opt-Out Möglichkeit dafür.
Die erhobenen Daten werden automatisch wieder gelöscht
Voreingestellt werden nur die letzten 14 Tage gespeichert und angezeigt.
Die Aufbewahrungsdauer kannst du selbst anpassen.

Das Tool beschränkt sich auf das wirklich nötige Minimum und dadurch wird es datenschutzkonform und du kannst es, ohne viel nachdenken zu müssen, einfach einsetzen.

Statify Erweiterungen

Du kannst die bei Statify anfallenden Daten über weiter Plugins auch noch ausgiebiger Nutzen.

Meistgelesene Beiträge

Mit dem Plugin Statify Widget von Finn Dohrn kannst du ganz einfach über ein Widget deine am meisten aufgerufen Beiträge anzeigen lassen.

Hier werden dann natürlich auch immer nur die noch vorhanden Daten genutzt (die standardmäßigen 14 Tage).

Erweiterte Auswertung

Leider nicht mehr online im offiziellen WordPress Plugin Verzeichnis. In GitHub ist das Plugin von Patrick Robrecht aber noch zu finden.

Das Plugin macht genau was der Name schon sagt, es ermöglicht dir die Daten genauer und auf andere Weise auszuwerten als das kleine Widget im Backend von Statify.

Hier kannst du auch mal ein paar Tage zurück gehen und schauen was an diese Tagen vielleicht besonders gern aufgerufen wurde und warum jetzt genau da der doppelt so hohe Peak ist.

Eine nette kleine Spielerei wenn man doch gern nochmal ein wenig mehr sehen möchte. Ich hoffe das Patrick das Plugin trotzdem weiter pflegt.

Was wünsche ich mir von Statify?

An sich könnte Statify genau so bleiben wie es ist.

Das es gepflegt wird hat man gerade diese Woche wieder gesehen, denn mit der Version 1.6.0 hat sich auch wieder etwas in der Widget-Darstellung getan. Danke hier auch noch an das Team vom pluginkollektiv für die Pflege des Plugins.

Wenn ich nun aber doch 3 Wünsche hätte, wären es diese:

  1. Mehr Möglichkeiten zur Einstellung der Datenaufbewahrungsfrist und Darstellung Ich würde die Daten gern etwas länger speichern um dann z.B über die erweiterte Auswertung größere Zeiträume zu betrachten. Hier müsste man dann aber auch den Graph im Backend Widget separat einstellen könne. Also z.B hier nur die letzten 14 Tage anzeigen.
  2. Beitragstitel anstelle Permalinks Aktuell werden die Permalinks der Beiträge angezeigt. So lange man hier eine lesbare Variante gewählt hat ist das weniger ein Problem. Ich möchte aber gerade beim Relaunch dieser Seite (#CKxBlogRelaunch) darauf verzichten, deswegen wäre mir diese Option schon wichtig.
  3. Ansicht für Frontendbereich vielleicht eher eine Spielerei von mir, aber ich würde auch gern das Backend Widget im Frontend darstellen können. Vielleicht über einen Shortcode gelöst. So könnte man dem Besucher, aber auch vielleicht interessierten Partner, die Möglichkeit geben Einsicht in das Besuchertracking live zu ermöglichen.

Vielleicht habe ich ja Glück und das eine oder andere kommt ins Plugin oder eine Erweiterung dazu.

Wie sieht es jetzt bei dir aus? Nutzt du Analytik Tools wie Google Analytics, wenn ja nutzt das es wirklich ausgiebig oder würde dir auch Statify ausreichen? Schreib es mir in die Kommentare.

4 Gedanken zu „WordPress Besuchertracking, datenschutzkonform mit Statify“

  1. Hi Christopher!

    Beste Grüße aus dem Pluginkollektiv – und danke schön für den tollen Beitrag 🙂

    zu 1: Kommt bald. Der PR existiert schon, falls du testen möchtest:
    https://github.com/pluginkollektiv/statify/pull/72

    zu 2: Checke ich mal. Magst du dazu mal eine Github Issue erstellen?
    https://github.com/pluginkollektiv/statify/issues/new

    zu 3: Wir sehen das als eher unwichtig an. Solche Statistiken sind (IMHO zu Recht) ein wenig aus der Mode gekommen, weil der Nutzwert für den Besucher (!) eben nicht besonders hoch ist. Aber auch hier gerne ein Issue erstellen. Vielleicht baut jemand eine kleine Erweiterung dafür? Ein Widget anzubieten schadet ja nicht …

    Patrick musste sein Plugin übrigens wegen einer GPL-inkompatiblen Javascript-Bibliothek temporär schließen. Es wird aber weiter entwickelt und kommt dann mit der gleichen Bibliothek wie Statify wieder. Noch besser als vorher. 🙂

    Beste Grüße
    Torsten

  2. Hallo,
    ich habe das plugin installiert, nur leider passiert nichts.
    Im Dashboard von wordpress (linke sspalte) wird es nicht angezeigt, obwohl installiert und aktiviert.
    Im dashboard selbt kommt lediglich ein leeres Fenster mit der Auskunft:
    „Keine Daten verfügbar.“

    1. Hey, du musst dem Plugin etwas Zeit lassen um Daten zu sammeln. Es hat bei der ersten Installation noch nichts auf das es zurückgreifen könnte.

      Links in der Menüleiste, im Backend, befindet sich kein Punkt bei einer Standard Installation. Alle Optionen die du einstellen kannst sind im Dashboard Widget enthalten.

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