CloudFest {Hackathon} 2026: Recap

Alle Teilnehmer vom CloudFest Hackathon 2026

Wenn ich auf das CloudFest 2026 zurückblicke, dann bleibt bei mir vor allem der Hackathon hängen. Das CloudFest insgesamt ist ein starkes Event mit vielen guten Gesprächen, spannenden Menschen und einer besonderen Atmosphäre. Aber der Hackathon ist für mich der eigentliche Grund, warum ich immer wieder gern zurückkomme.

Dieses Jahr war mein drittes Mal beim CloudFest Hackathon und auch diesmal hat sich wieder gezeigt, warum mich dieses Format so begeistert. In kurzer Zeit kommen dort Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen zusammen, bringen ihre Perspektiven ein und arbeiten gemeinsam an Ideen, die nicht nur besprochen, sondern direkt umgesetzt werden. Genau das macht für mich den Reiz aus.

Besonders spannend war für mich in diesem Jahr das Projekt Website Responsibility Scanner, kurz WRS. Die Idee dahinter finde ich stark, weil sie ein echtes Problem aufgreift und gleichzeitig bewusst niedrigschwellig gedacht ist. Aktuell gibt es mit Barrierefreiheit (Accessibility) und Nachhaltigkeit (Sustainability) zwei erste Module. Gleichzeitig ist schon jetzt klar, dass das nur der Anfang sein soll. Später könnten auch weitere Bereiche dazukommen, zum Beispiel SEO, Datenschutz und mehr.

Die Vision dahinter ist ebenso einfach wie sinnvoll. Im besten Fall fügt man nur eine URL ein und bekommt eine verständliche Übersicht darüber, wo eine Website verbessert werden könnte. Das kann helfen, Probleme und Potenziale schneller sichtbar zu machen und den Einstieg deutlich zu erleichtern.

Genauso wichtig ist aber auch, was ein solches Tool nicht leisten kann. Es kann Hinweise geben, Auffälligkeiten sichtbar machen und eine erste Orientierung liefern. Es ersetzt aber kein Fachwissen, keine Erfahrung und auch nicht das Gespür dafür, was für die Menschen hinter einer Website und vor allem für ihre Nutzerinnen und Nutzer wirklich sinnvoll ist. Genau deshalb funktioniert der Ansatz für mich so gut. WRS will kein endgültiges Urteil sein, sondern ein hilfreicher Startpunkt.

Dazu passt auch, dass das Projekt Open Source ist und auf Wunsch selbst gehostet werden kann. Gerade das finde ich wichtig. So lassen sich Tests jederzeit und so oft durchführen, wie es sinnvoll ist, ohne künstliche Limits und ohne direkt in ein Bezahlmodell gedrückt zu werden. Für ein Projekt wie dieses ist das aus meiner Sicht genau der richtige Weg.

Schön war auch zu sehen, wie schnell aus ersten Gedanken etwas Greifbares geworden ist. Gerade am Anfang eines Hackathons ist noch vieles offen. Doch nach und nach fügen sich Ideen, Entscheidungen und verschiedene Blickwinkel zusammen, bis aus einem Konzept etwas entsteht, das man wirklich nutzen und weiterdenken kann. Genau das ist für mich immer einer der spannendsten Momente.

Dass das in dieser Form so gut funktioniert hat, ist natürlich auch kein Selbstläufer. Alena und Milian Hackradt, von GzEvD – Gesellschaft zur Entwicklung von Dingen, haben das WRS Projekt geleitet und dabei wirklich hervorragende Arbeit geleistet. Das hat man dem Projekt deutlich angemerkt.

Was mich am CloudFest Hackathon immer wieder beeindruckt, ist die Art der Zusammenarbeit. Vieles ist direkt, pragmatisch und angenehm frei von unnötigen Schleifen. Es geht nicht darum, sich in den Vordergrund zu stellen, sondern gemeinsam etwas Sinnvolles auf die Beine zu bringen. Genau das macht für mich einen großen Teil dieses Formats aus.

Eine Beobachtung, die ich auch diesmal wieder mitgenommen habe, ist, wie wertvoll unterschiedliche Perspektiven in so einem Projekt sind. Gerade Themen wie Accessibility und Sustainability lassen sich nicht sinnvoll nur technisch betrachten. Es braucht genauso den Blick auf Verständlichkeit, auf Menschen, auf Prioritäten und auf die praktische Umsetzbarkeit. Genau dieses Zusammenspiel war im Projekt sehr gut spürbar.

Für mich persönlich nehme ich aus diesen Tagen vor allem neue Motivation mit. Nicht, weil diese Themen für mich neu wären, sondern weil es spannend war, noch tiefer einzutauchen und sie im Rahmen eines solchen Projekts noch einmal aus anderen Blickwinkeln zu sehen. Genau das ist für mich einer der großen Werte solcher Veranstaltungen.

CloudFest Opening Event & WP Summit

Auch der WP [Business & Agency] Summit am Montag war für mich ein sehr passender Abschluss nach dem Hackathon. Nach den intensiven Tagen war es schön, die Zeit dort noch mitzunehmen und den Blick zum Ende hin noch einmal etwas weiter zu öffnen. Der Fokus war spürbar stärker auf Business, Austausch und Zusammenarbeit im WordPress Umfeld gerichtet und genau das hat für mich an dieser Stelle sehr gut gepasst.

Was aber ein Muss ist, ist das außergewöhnliche Opening-Event am Montagabend. Die Atmosphäre dort ist einfach besonders, und genau diese Mischung aus Event, Begegnung und etwas verrückter CloudFest-Energie macht für mich einen großen Teil des Reizes aus. Ein echtes Highlight waren für mich dabei die Lords of Uptime. Wer sie einmal live erlebt hat, versteht schnell, warum sie für viele fest zu CloudFest dazugehören.

Am Ende bleibt für mich vor allem dieses Gefühl, dass der CloudFest Hackathon ein ganz besonderer Ort für genau solche Ideen ist. Das CloudFest insgesamt ist stark. Aber der Hackathon ist für mich der Teil, der den Unterschied macht. Und genau deshalb ist er für mich auch der Grund, warum ich sehr gern zurückkomme.


Weiterführende Links

Website Responsibility Scanner

Hackathon und WP [Business & Agency] Summit Fotos

Die Bilder hat wieder Roan de Vries gemacht und online gestellt. Danke.

Avatar von Chris

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